Die ersten 99 Jahrbücher des Historischen Vereins für das Fürstentum Liech- tenstein der Produktionsfirma; ab Band 24 wurde das Jahr- buch bei der Druckerei Fr. Kaiser in Vaduz ge- druckt. Geschäftsnachfolger der Druckerei Kaiser wurde in den 1930er Jahren Ulrich Goppel. Die Produktion des Jahrbuches in derselben Druckerei, in der auch der nationalsozialistische «Umbruch» produziert wurde, veranlasste den Verein 1941 zum Handeln: «Aufgrund des Erschei- nens des  in der Druckerei Goppel und veranlasst durch verschiedene Beschwerden von- seiten der Mitglieder wird nach Erledigung des diesjährigen Jahrbuches und nach Bereinigung der Rechnung sämtliches Material des Vereins von dort zurückgezogen».554 Ab Band 41 war die Druckerei Lorenz Hilty in Schaan für die Jahrbuch-Produktion verantwort- lich.555 Sie behielt diesen Auftrag bis und mit Band 85. Nach einer Neuausschreibung im Offertverfah- ren erhielt die Druckerei Gutenberg in Schaan den Auftrag für den Druck des Jahrbuches. Die Jahr- bücher Band 95 bis und mit Band 100 hat wieder- um die Druckerei Hilty hergestellt. Die Auflage des Jahrbuches betrug in den ersten zwei Jahrzehnten rund 300 Stück. Sie stieg parallel zur Entwicklung der Mitgliederzahlen auf 700 Ex- emplare in den späten 1950er Jahren an.556 Bereits in den 1960er Jahren erreichte die Jahrbuch-Auf- lage die heutige Zahl von 1100 Exemplaren.557 Die Firma Kraus-Thomson in Nendeln stellte 1973 Nachdrucke der Jahrbücher Band 1 bis Band 54 her. Von den älteren Jahrgängen waren kaum noch Jahrbücher vorrätig gewesen. Für diese Re- print-Ausgaben, die sowohl in einer gebundenen wie auch in einer kostengünstigeren broschierten Form hergestellt wurden, genehmigte die Regie- rung ein Darlehen,558 das vom Verein später mit den Einnahmen aus den Buchverkäufen wieder zurückbezahlt werden konnte.559 
Die Jahrbuch-Redaktion hatte jeweils der Ver- einsvorsitzende inne, bis 1985 beschlossen wurde, ein anderes Vorstandsmitglied mit dieser Aufgabe zu betrauen. Gemäss einstimmigem Beschluss des Vereinsvorstandes übernahm Robert Allgäuer - be- ginnend mit Band 85 - die Redaktion des Jahrbu- ches.500 Allgäuer übte diese redaktionelle Tätigkeit bis und mit Band 94 (1997) aus. Seither nimmt der Geschäftsführer des Historischen Vereins, Klaus Biedermann, die Jahrbuch-Redaktion wahr. Das erste Jahrbuch kam noch gänzlich ohne Be- bilderung aus, ab Band 2 gab es dann spärliche Illustrationen, meist in Form von Graphiken; vor- erst wurden kaum Fotos abgedruckt. Fotos waren damals eine recht teure Angelegenheit. So wurden 1905 für den Druck des Jahrbuches 745.75 Kronen aufgewendet, zusätzlich kamen aber noch 48.71 Kronen hinzu für die beiden Caches zu den Bildern von Kaiser und von Hausen.561 Das Jahrbuch Band 8 erschien in Würdigung des 50. Jahrestages seit dem Amtsantritt von Fürst Johann II. als «Fürsten-Jubiläums-Ausgabe» in einer besonderen Ausstattung. Der Würdigungs- bericht von Karl von In der Maur wurde illustriert 554) Protokoll der Ausschuss-Sitzung vom 5. Februar 1941. 555) Protokoll der Ausschuss-Sitzung vom 16. Oktober 1941. 556) Protokoll der Vorstandssitzung vom 12. Dezember 1958. 557) Für Band 66 (1967) wurde die Auflage auf 1 100 Stück festgesetzt. 558) Protokoll der Vorstandssitzung vom 21. Februar 1973. 559) Protokoll der Vorstandssitzung vom 24. Juli 1974. - Vgl. auch Jahresrechnungen des Historischen Vereins in den jeweiligen Jahrbüchern. 560) Protokoll der Vorstandssitzung vom 11. April 1986. 561) JBL 6 (1906), Vereinschronik, S. 156. 120
        

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