AIS Ergebnis der zum geriugsteu Teil planmäßig, zum größten Teil planlos vorgenommenen Ausgrabungen kann festge- stellt werden, daß auf die Fläche des Baugrundes 10 Skelette, , 7 männliche und 3 weibliche, beigesetzt waren. Sämtliche Skelette waren gegen Osten gerichtet, je mit einem einfachen Steinkrauz umgeben und wahrscheinlich teilweise ans Baumrinde gebettet. Die Länge der Skelette betrug 1.60 in, also keine ungewöhnliche Länge. Der Schädelform nach gehörten die Beigesetzten zu den soge- nannten Langschädeln. Die Beigaben bestanden außer den bereits erwähnten Perleu schnüren aus drei kurzen eisernen Schwertern, Schliefen nud kupfernen, teilweise einfach verzierten Nieten, be- züglich deren Lage nichts Genaueres mehr festgestellt werden konnte. Die eisernen Gegenstände waren mit einer dicken Rost- kruste überzogen, die kupsernen Gegenstände mit einer grünen Patina, ersterer kaum keuntlich. Herr Hofrat von Wieser, welcher schon eine bedeutende An- zahl alter Gräber aufgedeckt nud untersucht hat, glaubt nach der Schädelform der Skelette, der Bestattungsweise und den Beigaben ein alemannisches Gräberfeld vor sich zu haben, welches jedenfalls eine bedeutende 
Ausdehnung besitzt, weitn 
man sich erinnert, daß schon beim Bau des alten jetzt abgetrageueu Hilti'scheu Stalles, beim Ban der Sennerei Kat. Nr. 99/1 und der Wage bei der Linde Kat. Nr. 142/1, zuletzt beim Bau des Thaler'schen Hauses l 42-^1 gegenüber der Linde Skelette, zum Vorschein gekommen jedoch nicht weiter beachtet worden sind. Auch die zwei schön verzierten, jetzt im hiesigen Landesmuseum befindlichen Brvnce- Armspangen, deren Rettnng der Gefertigte rein dem Zufall zu verdanken hat, wurden in der Nähe, im Straßenkörper vor dem Friedhoftor, gefuuden. Anch bei den Neubauten am „Tanzplatz 236" hätten Funde gemacht werden können, allein außer einem abgebrochenen gothischen Schlüsselbart und eiuem Teile eines Ge- fäßbodens aus „Letztstem" wurde trotz aller Mühe nichts erhalten. Die zwei bereits in Sicherheit gebrachten Schädel wurden nach- träglich zertrümmert. Die Erfahrung hat bisher gelehrt, daß, um wichtige Aus- grabungen mit vollem Nutzen vorzuuehmeu, nichts anderes übrig bleibt, als die Banarbciten von der Behörde ans einzustellen; die Arbeiter selbst durch Aussetzung von entsprechenden Belohuungeu
        

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