Wie interessant und lehrreich auch immer eine gründliche 'Durchforschung Liechtensteiuischer Flurnamen wäre, beschränken wir uns doch in diesem Artikel, um eine gewisse Abgrenzung zu haben, auf jene Namen des Fürstentums, die auf der neuen (1910) vom k. k. Landesschulrat von Vorarlberg herausgegebenen Karte von Vorarlberg nnd Liechtenstein verzeichnet sind. Nach den drei Völkern, die in geschichtlicher Zeit vom heutigen Fürstentum Besitz ergriffen, den Kelten, Romern, bezw. Romanen, und den Ale- mannen, zerfallen sie in keltische, lateinische und deutsche. Keltisch find: Bendern, Eschen, Gamprin, (Klein) Mels, Naafkopf, Nendeln, Rhein, Saminabach, Schaan mit Schaanwald, vielleicht Schellen- berg, Triesen mit Triesnerberg Lateinisch sind: Balzers, Falknis, Gaflei, Garsellakvpf, Kulm, Laweua, Malbuu (-Alpe und Klein-), Masescha, Mauren. Planken, Ruggell, Sareiserjoch, Sücka, Vaduz, Ballorsch. Deutsch siud: Die drei Schwester», Frommenhaus, Gips- berg, Großstegalpe, Gutenberg, Hauptkanal, Kühgratspitze, Liechten- stein, Matlerjoch, Mittagspitze, Mühleholz, Ochsenkopf, Rotenboden, -Schönberg, Stachlerkopf, Wildschloß (Ruine). I. Die keltischen Namen. Bendern, 
lat. Lkrisäurmu.') deutsch „Gutenbnrg". vllrnm heißt: Schloß, Burg und findet sich in einer großen Anzahl keltischer Ortsnamen, wie im 
nahen Vi(n)äoäurum (Weißen- bnrg) —Winterthur^), Der erste Bestandteil ist an das lateinische Wort dsus angeglichen. Die keltische Form mag 
entweder Lsim- clnrrmi—Frauenberg oder ?srinocIrirnni"Bergburg geheißen haben- 'Das letzte Wort findet sich wahrscheinlich in Pfänder bei Bre- genz wieder. )̂ Eschen nnd Schaan ist dasselbe Wort. Es stammt vom altkeltischen 1see>,, später Lse^) — Wasser, Bach; 
Isoulti. (Jschl Noch in einer Urkunde vom Jahre 1M9: Lsneäur. Vgl. Mohr, Vocl. äipl. 1̂ Kr. 174. -) Auch Gamandra in Schaan dürfte eine Insammensetzung davon sein. 2) Mit Konsclurum vgl. man ^lalsäurum (Bösenburg)^ urkundlich Niüoäsrs und Älnlaäru, jetzt Maladers in Graubünden (Mohr, 0. 6. I. 174 und 133.) 4) IZsou wird aus Isoa nach demselben Gesetz wie rätoromanisch slw aus lat. illk.
        

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