— , 15 — fiuiaigung üer Lrattchatt vaüuz am y. Zum 1712. Das über diesen Huldigungsakt von Joh. Kaspar Scherer, kaiserl. Notar verfaßte Protokoll, welches mit dem Notariatssiegel versehen ist, befindet sich im Regierungsarchiv in Vaduz. Die von Joh. Franz Baur, fürstl. Rat und Landvogt ein- berufene Versammlung tagte in Vaduz „auf dem Platz bei dem alldaigen Schützenhans uuter der Linde". Zuerst wurde das kaiserliche Reskript vom 7. März 1712 verlesen, in welchem aus- geführt wird, „welcher gestalten der zwischen einer hochfürstlichen Durchlaucht zu Liechtenstein und Herrn Jakob Hannibal Friedrich Graf zu Hohenems eine Zeit hero abhanden geweste Kaufkontrakt wegen der Grafschaft Vaduz zur Vollständigkeit gebracht" wnrde und die kaiserliche Ratifikation erhalten habe. Bei diesem An- lasse sei auch die Grafschaft Vaduz von der bisherigen Fidei- komiß-Verkuüpfung, mit welcher sie dem gräflichen Haus Hohenems verbunden gewesen sei, losgemacht worden und an den bisherigen Administrator Fürstabt vou Kempten der kaiserliche Befehl ergangen, die Grafschaft Vaduz an den Fürsten von Liechtenstein abzutreten. Als zweite Urkunde kam znr Verlesung das Vollmachtschreiben vom 14. Mai 1712, in welchem Fürstabt Ruprecht von Kempten den kemptischen Kanzler und geheimen Rat Hermann Jodok von Blömegen als seinen Vertreter bei dem Huldigungsakte ernennt. Nach Verlesung dieser Urknnden hielt der genannte v. Blö- megen eine Ansprache „an den Landammann, Gericht und sämt- liche Unterthanen, es wolle sich nun in alleweg gebühren, den allergnüdigsten kaiserlichen Willen und Befehl zu vollziehen. Da- her» er dann in ihro kaiserlichen Majestät und Sr. fürstlichen Gnaden zu Kempten Namen Landammann, Gericht und Unter- thanen der Grafschaft Vaduz vou derjenigen Pflicht und Aydt, womit sie' der kaiserliche» Administration und Herrn Grafen Jakob Hannibal Friedrich von Hohenems als ihrem natürlichen Landes- herrn bis anhero verbunden gewesen, entlasse und freispreche, hingegen sie einer Hochsürstlichen Durchlaucht zu Liechtenstein an- weise, wie dann gegenwärtiger Herr Johann Franz Baur, hoch- fürstl. liechtenst. Rat und Landvogt sie zu übernehmen Gewalt habe". Der letztere verlas hierauf die diesbezügliche fürstliche Vollmacht vom 16. April 1712.
        

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