- 8 - Diejenigen Leser, welche sich für den Gegenstand, den diese kurzgefaßte Skizze behandelt, näher interessieren und hierüber Umständlicheres zu erfahren wünschen, können vorzugsweise auf zwei verdienstliche und in ihrer Art bisher nicht übertroffene Werke verwiesen werden,, nämlich einestheils auf die 1847 in Chur veröffentlichte. „Geschichte des Fürstenthüms Liechtenstein nebst Schilderung aus Chur - Rhütiens Vergangenheit" von dem aus Mauren in Liechtenstein stammenden ehemaligen Geschichts- profesfor Peter Kaiser, eine trotz verschiedener Irrthümer und einseitiger Ansichten in. Ganzen recht beachtenswerthe, leider nicht mit genaueren Quellenangaben versehene Arbeit; anderen- theils aber auf die in drei Bänden (Wien, 1868—1882) er- schienene, ebenso gründliche als anziehend geschriebene „Geschichte des fürstlichen Hauses Liechtenstein" von Jakob v. Falke, einem auf verschiedenen Gebieten sehr ersprießlich hervorgetretenen Schrift- steller, welcher sich in Folge seiner Thätigkeit am k. k. öster- reichischen Museum für Kunst und Industrie, dem er zuletzt als Direktor vorstand, eines weitverbreiteten Rufes erfreute und in seiner Eigenschaft als Bibliothekar des regierenden Fürsten Johann II. von Liechtenstein Gelegenheit fand, unmittelbar aus Quellen zu schöpfen, die Anderen unzugänglich waren; nebenbei verdient auch speziell wegen schätzenswerther Aufschlüsse über das gräfliche Geschlecht Hohenems die von dem bekannten Vorarlberger Schriftsteller Dr. Josef v. Bergmann verfaßte Landeskunde von Vorarlberg (Innsbruck, 1868) Erwähnung. Abgesehen von diesen Werken hat der Verfasser in der Ab- sicht, möglichst authentische Daten zu bieten, auch mehrfach das an Schätzen reiche fürstlich liechtensteinische Familien-Archiv in Wien sowie das Archiv der fürftl. Regierung in Vaduz zu Rathe gezogen. Die gegenwärtige Darstellung erhebt keinen Anspruch auf hervorragenden Werth, dennoch glaubt der Verfasser einen nicht unerwünschten Beitrag zur Geschichte jenes kleinen Gebietes ge- liefert zu haben, welches nicht sowohl wegen seiner eigenen Be- deutung als vielmehr wegen der Bedeutung seines Fürstenhauses vielfach beachtet und auch vielfach — wenngleich nicht immer in zutreffender Weise — besprochen wird.
        

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