— N7 — Von seinem geläuterte» Kiinstgeschmacke »»d sci»eni niild- lhälige», hochherzigen Sinne zeugen großartige Bauten, die seinen Namen fernen Enkel» künden werden,' er unternahm es nicht nur, im Bereiche seiner Besitzungen eine Anzahl von Schlössern und Burgen stilgerecht zu restaurieren: es ist auch außerdem eine schier unabsehbare Reihe von Kirchen, Kapellen, Museen und Schulen, von Spitälern, Armenhäusern, Waisenasnle» und sonstige» Wohlthätigkeitsnnstalten, die er theils entstehen, theils den Bedürf- nisse» der Zeit entsprechend verbessern ließ, wie er denn überhaupt stets geneigt war, den mannigfaltigsten Wohlfahrtsbestrebungen durch ausgiebige Subventionen über die Noth des Tages hinwegzuhelfen. linier seiner glücklichen Herrschaft haben sich anch die Ver- hältnisse deS Fürstenthüms auf allen Gebieten gehoben. Im Jahre 1862 verlieh er dein Lande eine freisinnige Ver- fassnng, die das Interesse für das Gemeinwohl mächtig anregte und den Anstoß zu ei»er gründlichen Umgestaltung der Gesetz- gebung bot; diese Verfassung enthält unter anderem auch die in ihrer Art wohl einzig dastehende Bestimmung, daß der Fürst vo» den Einnahmen des Landes nichts 
für sich in Anspruch nimmt. Im Kriegsjahre 1866 rückte das liechtensteinische Bundes- konlingent gemäß der von der Bundesversammlung gebilligte» A»ordnung des Fürsten nach Tirol aus, um bei der Abwehr der dort eingedrungenen Garibaldischen Freischaren mitzmvirken und wnrde am Stilfscr Joche aufgestellt, aber am 27. Angnst wieder, ?h»e ins Feuer gekommen zn sein, in die Heimat entlassen, nachdem nm 12. August zu Cormons ein vierwöchentlicher Waffen- stillstand mit Italien »»d am 23. August der Prager Friede ab- geschlossen worden ivnr. ') Die „inil wenig Witz und viel Behagen" häufig wiederholte 
Be- hauptung über die Fortdauer des Rriegszustandes zwischen 
Preußen nnd Liechtenstein beruht aus müßiger Erfindung. Liechtenstein hat allerdings an dem über Antrag Bayerns am 14. Juni 1866 gefaßten Beschlusse des deutschen Bundestages, die vier ArmeecorpS der deutschen Mittelstaaten auf den Kriegsfuß zu setzen, teilgenommen,' dieser durch die bekcinntcn Bor- gänge in Schleswig-Holstein veranlaßte Beschluß war aber seinem Wort- laute nach nicht gegen Preußen gerichtet und eine Kriegserklärung des Bundes ist überhaupt nicht erfolgt. Das liechtensteinische Kontingent wnrde thatsächlich weder gegen Preußen noch gegen dessen Bundesgenossen Italien ausgestellt, sondern hatte lediglich, wie auch in dem bezüglichen Schreiben Z ,» 3
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.