— 27 — Der vorgedachte Sohn Gundackers, Fürst Hartmann I., dem es beschieden war, Stammhalter des heutigen Hauses Liechten- stein zu werden, kämpfte tapfer im 30jährigen Kriege, der ihm eine schwere Verwundung eintrug und unterzog sich, nachdem er schon früh aus dem Heere geschieden war, mit großer Sachkenntnis der Verwaltung seiner Güter, die er unter schwierigen Verhält- nissen auf einen vortrefflichen Stand brachte. In seinem Testamente vom 24. Dezember 1672 hatte er die Bestimmung getroffen, daß diejenigen Glieder des Geschlechtes, welche sich von der katholischen Religion abwenden würden, auch von der Erbfolge ausgeschlossen sein sollen. Als er 1686 im 74. Lebensjahre starb, überlebten ihn von zwanzig, seiner Ehe mit Elisabeth Sidonie Gräfin von Salm ent- sprossenen Kinder mehrere Töchter und die vier Söhne a) Maximilian II. Inkob Moriz, d) Anton Florian, e) Philipp Erasmus, 6) Hartmann II. Letzterer, Obersthof- und Landjägermeistcr des Kaisers Carl VI., blieb unverehelicht; von dessen eben aufgezählten drei Brüdern hinterließ der älteste, nämlich Maximilian II., der nach Theilnahme an vielen Feldzügen dem Heeresdienst als Oberst entsagte, um das ihn, durch den Tod seines Vaters, des Fürsten Hartmann I. zugefallene Gundacker'sche Fideikommiß zu übernehmen, nußer mehreren Töchtern (deren eine, wie oben erzählt, in erster Ehe mit Franz Wilhelm II. Grafen von Hohenems vermählt war), nur einen acht Tage vor des Vaters Tode 1709 zur Welt ge- kommenen Sohn Max Anton, welcher schon 1711 starb; hiedurch kam das Gundacker'sche Fideikommiß an den zweiten vorgenannten Sohn des Fürsten Hartinann I., nämlich an 
den Fürsten Anton Amon Florian, der ein Jahr später durch Hans Adams Tod auch das N°rmr Fideikommiß des Fürsten Carl erhielt; überdies gelangte Anton Florian, wie Nur bereits im I. Abschnitte dieser Darstellung ge- sehen haben, durch das mit seinem Neffen Wenzel abgeschlossene Nebereinkommen vom 12. März 1718 in den Besitz der fortan dauernd für den jeweiligen Chef des fürstlichen Hauses bestimmten Herrschaften Vaduz und Schellenberg.
        

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