— 146 — 2/z jährlich unter sich zu repartieren. — Für die Brücke Schaan- Buchs hatte die Gemeinde Schaan in ihrem Gesuche nachgewiesen, daß die Baukosten der Brücke im Betrage von 28,000 Franken gedeckt werden und daß zur Unterhaltung der Brücke ein Fond von vorläufig 6000 Franken bestimmt sei. Die Kosten hatten die Gemeinden Schaan und Buchs je zur Hälfte zu tragen. — Bereits in einer früheren Sitzung hatte der Landtag den generellen Be- schluß gefaßt, die Erstellung von Brücken an den verschiedenen Rheinübergängen gleichmäßig zuMterstützen. Die Bewilligung von je 4000 fl. an die beiden Brücken bei Bendern und Schaan wurde daher auch für die später zur Erstellung kommenden Rheinbrücken in Vaduz und Balzers maßgebend. Die Wichtigkeit des neuen Verkehrsmittels konnte besonders zur damaligen Zeit, als unser Land bezüglich Viehexport fast ausschließlich auf die Schweiz an- gewiesen war, nicht bestritten werden. Auch wurde dadurch der Verkehr mit den seit dem Jahre 1858 in Betrieb gesetzten Ver- einigten Schweizerbahnen ermöglicht. In der Sitzung vom 23. X. 1867 kam der vom Abg. Kirch- thaler eingebrachte Antrag auf Einschränkung der Feier- tage zur Berathung. Nach längeren Debatten wurde der Antrag in folgender, von der.Kommission abgeänderten Form mit 10 gegen 2. Stimmen angenommen: „Die Regierung wird ersucht, mit der, bischöflichen Curie über Abschaffung resp. Verlegung der Feier- tage auf den Sonntag, mit Ausnahme der Hauptfeste, dann des Neujahrsfestes, des Festes Christi Himmelfahrt, des Frohnleich- nmnsfestes, des Festes Maria Himmelfahrt und des Allerheiligen- festes in Unterhandlung zu treten." Die auf Grund dieser An- regung eingeleiteten Verhandlungen führten später zu einer Ver- einbarung zwischen dem regierenden Landesfürsten und dem Bischöfe von Chur. Diese Vereinbarung wurde von der Regierung im November 1868 im VerordnungAwege kund gemacht,') nachdem sie bereits schon am 6. VI. 1868 mit bischöflicher Kurrende dem hier- ländigen Klerus zur Darnachachtung bekannt gegeben worden war. Nach derselben wurden auf Grund -eines päpstlichen Breves vom 12. V. 1868 das Fest Johaimes des Täufers und die Haupt- patrocinien^) jener Pfarreien, welche nicht auf allgemein gebotene ') L..G. B. Nr. 6 1368, Verordn, v. 5. XI. 1868. 2) Die sogen. „Gemeindslilben".
        

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