Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
7
Erscheinungsjahr:
1977
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000000326/24/
Schaubild I stellt das Image von Liechtenstein in den sieben Ländern dar: Dabei fällt zunächst auf, dass in der Schweiz, in Österreich und der Bundesrepublik Deutschland die Bevölkerung nicht nur einheit­ licher das Fürstentum kennt, sondern auch ein prägnantes Vorstel­ lungsbild von Liechtenstein hat; denn die einzelnen Imagekomponen­ ten werden häufiger genannt als in den anderen Ländern. Besonders die Schweizer haben dieses Fürstentum recht deutlich vor Augen. Vom Inhalt her sind die Vorstellungen in den verschiedenen Ländern sehr ähnlich: An den Kleinstaat, der zwischen Österreich und der Schweiz liegt, denken die meisten Bewohner der deutschsprachigen Länder. Aber auch in grösserer Entfernung, in England, Holland, Frankreich und Italien, ist man über den Status Kleinstaat gut infor­ miert, wenn auch die geographische Position nicht mehr überall so klar gesehen wird. Für die Schweizer ist die Fürstenfamilie das markanteste Imageele­ ment; auch in Österreich und bei den Deutschen tritt es noch hervor, während in den entfernter liegenden Ländern mehr die Vorstellung von einem netten Urlaubsgebiet, von einer schönen Landschaft in den Vordergrund, kommt. Die Vorstellung, dass es von Touristen über­ laufen und- ein relativ teures Land ist, ist gelegentlich zu erkennen, selbst im sehr entfernt liegenden England. Im Spitzenfeld der Eindrücke, die sich von Liechtenstein festgesetzt haben^ stehen auch die schönen Briefmarken dieses Landes, und eben­ so haben die in den letzten Jahren in den Vordergrund getretenen Skifahrer, die Geschwister Wenzel und Frommelt, starke Wirkung im Ausland- hinterlassen. Dagegen hat die wertvolle Gemäldesamm­ lung deutlich weniger zum Eindruck von diesem Fürstentum beige­ tragen. Mittleren Ausprägungsgrad haben Hinweise auf die niedrigen Steu­ ern, das Steuerparadies. Neben den Schweizern hat sich dies relativ häufig im Bewusstsein der Deutschen, aber auch der Holländer und Österreicher festgesetzt. Der Gedanke an Steuerflucht oder Brief­ kastenfirmen ist häufig, doch nicht immer mit dieser Vorstellung ver­ bunden. , Vielfach hält man die Liechtensteiner für ein fleissiges, tüchtiges Volk und sieht dieses Land als selbständig und: unabhängig an. Mancher beneidet sie ob ihrer Wohlhabenheit. Nur äusserst selten sieht man in ihnen rückständige oder überhebliche oder besonders auf ihren eige­ nen Vorteil bedachte Menschen. 22
        

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