Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
7
Erscheinungsjahr:
1977
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000000326/156/
wurde weiter oben hingewiesen. Doch auch die jüngsten Bestrebun­ gen einer grossen Gruppe von jungen Staaten der Dritten und Vierten Welt, das Nachrichtenmonopol der Industrieländer zu brechen und eigene Nachrichtenagenturen zu schaffen, um sich aus der Rolle von blossen «Nachrichtenopfern» zu befreien, verdient Aufmerksamkeit. Ein zweites wichtiges Mittel der Auslandinformation stellen Radio und Fernsehsendungen dar. Vor allem grosse Staaten sind darin sehr aktiv. Das von der amerikanischen Information Agency betriebene Radiosendenetz «Voice of America» visiert mit seinen Nachrichten­ sendungen ein möglichst breites Hörpublikum in allen Teilen der Welt an. Wöchentlich sendet «Voice of Amerika» in 35 Sprachen während insgesamt 778 Sendestunden34, darunter zum Beispiel als einziger nicht­ kommunistischer Sender 7 Stunden in laotischer Sprache nach Laos hinein (gegenüber 50 Stunden pro Woche in Laotisch von Moskau, Peking und Hanoi), 7 Stunden in Suaheli und 37 Stunden in Fran­ zösisch in afrikanischen Ländern.35 Frankreich verbreitet täglich Kurzwellensendungen in 17 Sprachen.36 Die Sendungen des seit 1935 bestehenden Schweizerischen Kurzwellendienstes' sind in 9 Sprachen gehalten: Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch, Eng­ lisch, Spanisch, Portugiesisch, Arabisch und Esperanto.37 Fernsehpro­ gramme werden von den meisten Ländern mit Wirkung auf Nach­ barländer — vor allem bei unterschiedlichen politisch-gesellschaft- lichen Systemen — eingesetzt. Der Austausch von Fernsehsendungen wie auch von Filmen nimmt zu. Die liechtensteinische Presse- und Informationsstelle bietet seit Anfang 1977 den «Liechtenstein-Film 76» den Fernsehgesellschaften der europäischen Länder und der USA gratis zur Ausstrahlung an.38 Der Grossteil von Informationen über ein Land wird im Ausland durch Journalisten indirekt vermittelt. Ihr Multiplikationsfaktor ist sehr hoch und ihr Informationsstand entsprechend wichtig. So um­ hegen denn die meisten Länder vor allem die ausländischen Journa­ listen, laden ausgesuchte Vertreter der Zunft zu Informationsreisen im eigenen Land ein und versorgen sie mit Dokumentationen und Communiques. Die USIA lud im Rahmen von «Caravan America» 1976 rund 200 Journalisten aus 50 Ländern ein und führte sie wo­ 34 USIA, a. a. O., Anhang. 35 Ebenda, S. 49, Zahlen für Juni 1976. 38 Dandelot, France, a. a. O., S. 129. 37 Bericht der Koordinationskommission, a. a. O., S. 40. 38 Beschluss der liechtensteinischen Regierung vom 25. Januar 1977. 162
        

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