Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
7
Erscheinungsjahr:
1977
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000000326/119/
die im Landtag vertretenen Parteien, «die monarchistisch-katholisch- bürgerliche Regierungspartei und die monarchistisch-katholisch-bür­ gerliche Opposition» oder aber über die Regierung, die sich «einmal wöchentlich, dienstags zur Teezeit» zu den Regierungsgeschäften trifft. b) Das Verhältnis zur Schweiz Vor diesem Hintergrund ist es auch nicht verwunderlich, wenn das Verhältnis Liechtensteins zur Schweiz ebenfalls Schwierigkeiten macht. Dass das Land zum Zollgebiet der Schweiz gehört, ist dabei noch am ehesten verständlich, wenn auch über die Entstehung des Zollvertrags die verschiedensten Geschichten kursieren. Darüberhinaus aber gibt die enge Verbundenheit zur Schweiz immer wieder zu Fehlinterpre­ tationen Anlass; dass «Liechtensteins Aussenpolitik von der Berner Regierung gesteuert» werde etwa, oder dass die Schweiz auch den militärischen Schutz Liechtensteins im Kriegsfall übernommen habe. Auch die Version vom «schweizerischen Kanton ohne eigene Souve- ränität»findet sich, wenn auch in abgewandelter, etwas weniger kras­ sen Form als der zitierten, immer wieder. c) Briefmarken Dass die Herausgabe von Briefmarken ein gutes Geschäft ist, ist das, was man wohl überall in der Welt über Liechtenstein weiss. Manche Journalisten allerdings scheinen an dieser Tatsache derartig Gefallen zu finden, dass sie die Briefmarke zum «Hauptexportartikel» und das Briefmarkengeschäft zur «Haupteinnahmequelle» des Staates hochstilisieren oder sich gar in die Behauptung versteigen, das Land lebe ausschliesslich vom Verkauf der Briefmarken. d) Gesellschaftswesen «Liechtenstein hat Landwirtschaft, ein wenig Industrie und Fremden­ verkehr, Haupteinnahmensquelle sind freilich die berühmt-berüch- tigten ,Briefkastenfirmen', die einer Riege von Advokaten ein gutes Einkommen verschaffen.» Das liechtensteinische Gesellschaftswesen ist, wie wir bereits festgestellt haben, in der internationalen Presse eines der beliebtesten Themen. Obwohl die Industrie die Grundlage der liechtensteinischen Volkswirtschaft darstellt, ist immer wieder zu lesen, dass die Sitzgesellschaften die einzige Einnahmequelle des Lan­ des darstellen. Ansonsten aber sind eigentliche Fehler in der Bericht­ erstattung über das Gesellschaftswesen eher selten zu finden, ausge­ nommen die Tatsache, dass man als Anzahl der in Liechtenstein regi­ 123
        

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