Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
6
Erscheinungsjahr:
1976
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000000078/130/
Nimmt man das liechtensteinische BSP im Jahr 1973 mit 36038 Mil­ lionen Franken an, macht dies bei einer Gesamtauslandshilfe von ca. 600 000 Franken einen Prozentsatz von 0,17 aus. Dies liegt also deutlich unter den schweizerischen und westlichen Zahlen. Der Ver­ gleich ist aber sicher problematisch, da die private Hilfe kaum ver­ gleichbar ist. Besser vergleichbar sind die Nettoauszahlungen der öffentlichen Hilfe. Hier betrug der Prozentsatz für den OECD-Raum im Jahr 1973 0,3% des BSP, für die Schweiz betrug er 0,16%, für Öster­ reich 0,14%. Da die staatliche Hilfe in Liechtenstein im gleichen Jahr nicht ganz 400 000 Franken ausmachte, kommt man auf 0,11 %. Drückt man die staatliche Hilfe in Prozenten der Staatsausgaben aus, so macht dies in der Schweiz im Jahr 1973 1,75% der Bundes­ ausgaben aus. Bei Ausgaben von 110 Millionen Franken im Jahr 1973 war in Liechtenstein der Anteil der Auslandshilfe an den Gesamt- Staatsausgaben 0,4 %. Nimmt man nur die humanitäre Hilfe (mit Lebensmittelhilfe, aber ohne Hilfe der technischen Zusammenarbeit), wandte die Schweiz ca. 0,5 % der Bundesausgaben dafür auf. Bei uns sind es (unter Ein­ schluß der laufenden Beiträge an internationale humanitäre Organi­ sationen) 0,1 %. Die letzten beiden Vergleiche, die gerade wegen der gut vergleich­ baren und zuverlässigen Zahlen wertvoll sind, zeigen, daß die huma­ nitäre Hilfe und die Entwicklungshilfe in der Prioritätenliste unseres Staates einen unteren Rang einnehmen. Es muß aufgrund der obigen Zahlen gesagt werden, daß der inter­ nationale Vergleich nicht zu unserem Vorteil ausgeht. Positiv wirkt sich allerdings aus, daß unsere staatliche Hilfe im Unterschied zu vielen anderen Ländern aus rein humanitären Erwägungen und aus Solidarität zu anderen Ländern gegeben wird. Die Hilfe wird nicht von politischen oder wirtschaftlichen Nebenabsichten beeinflußt, die sich auf die gewährte Hilfe meist negativ auswirken. 2. Nutzen für Liechtenstein Obwohl der Nutzen auf Geberseite bei der Gewährung von Aus­ landshilfe nicht im Vordergrund stehen soll und dies bei Liechten­ 38 Es gibt keine verläßlichen Zahlen über das liechtensteinische BSP. Die genannte Zahl ist eine vorsichtige Schätzung, -wobei die schweizerischen Zahlen als Aus­ gangspunkt genommen wurden. 136
        

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