Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
6
Erscheinungsjahr:
1976
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000000078/13/
friedlich seine Wohnung, freudig seine Sitte. Nachbarländer seien gegenseitig zu erblicken, der Hähne und Hunde Stimmen gegenseitig zu hören, und das Volk erreiche Alter und Tod, ohne einander zu besuchen.» In Wirklichkeit kündet Lao-Tse ein ganz anderes Erlebnis. Von ihm stammt das schöne Wort: 7 «Der Urgrund, kann er genannt werden, ist nicht der ewige Urgrund, Der Name, kann er genannt werden, ist nicht der ewige Name ...» Bezeichnend für seine Einstellung auch: LXXXI «Wahre Worte sind nicht schön, schöne Worte sind nicht wahr. f Der Gute redekünstelt nicht, der Redekünstler ist nicht gut. Der Erkennende ist nicht vielwissend, der Vielwisser erkennt nicht. Der heilige Mensch sammelt nicht an: Je mehr er für die Menschen tut, desto mehr hat er. Je mehr er den Menschen gibt, desto viel mehr hat er. Des Himmels Weg ist, wohltun und nicht schaden. Des heiligen Menschen Weg ist, tun und nicht streiten.» Lao-Tse bedeutet Absage an alle Brillanz, an alles Auffällige, an alle scheinbare Größe und der Gewinn einer neuen Haltung, nämlich Streben nach Vollendung. Vollendung ist etwas anderes als Größe, ist etwas anderes als auffälliges Können, ist nach Lao-Tse ein ge­ heimnisvolles, demütiges Übereinstimmen mit dem Wirken des Him­ mels und damit mit dem Urgrund aller Dinge. 14
        

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