Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
6
Erscheinungsjahr:
1976
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000000078/129/
III. Gegenwärtiger Stand der humanitären Hilfe Im folgenden soll kurz einiges zum gegenwärtigen Stand der huma­ nitären Hilfe gesagt werden. 1. Ausmaß der Hilfe Aus dem vorigen Kapitel (II) ist ersichtlich, daß das Ausmaß der Hilfe im Laufe der letzten zwanzig Jahre stark gestiegen ist. Inklusive der Entwicklungshilfe betrug die staatliche Hilfe im Jahre 1975 knapp 450 000 Franken (Budget).35 Die Hilfe privater Organisationen und Personen ist mangels genauer Statistiken und Angaben nicht genau berechenbar. Sie dürfte sich aber, miteingeschlossen die private Entwicklungshilfe, bei ca. 250 000 Franken im Jahr belaufen.36 Es sind von Jahr zu Jahr starke Schwan­ kungen zu beobachten. Zusammen (staatliche und private Hilfe) macht dies also jährlich ca. 700 000 Franken aus; eine Summe die sich nicht besonders groß ausnimmt. Obwohl ein internationaler Vergleich mit Vorsicht zu genießen ist, soll dies hier mit einigen Prozentzahlen versucht werden, denn bei aller Ungenauigkeit werden die Größenordnungen sichtbar. Im Jahre 1973 machte die Entwicklungshilfe der westlichen Indu­ striestaaten im OECD-Bereich insgesamt (öffentliche und private Hilfe unter Einschluß der humanitären Hilfe) 0,8 %37 des Brutto­ sozialprodukts (BSP) dieser Länder aus, wobei nur Nettoauszahlun­ gen berücksichtigt sind; in der Schweiz macht diese Zahl 0,72% aus. 35 Es sind dies: 350 000 Franken Entwicklungshilfe, 50 000 Franken Katastrophen­ hilfe und beinahe 50 000 Franken laufende Beiträge an internationale humani­ täre Organisationen. 33 Alleine LRK und Fastenopfer machen ca. 150 000 Franken aus. Dazu kommen jährlich noch verschiedene Sammlungen anderer Organisationen und individuelle Hilfe, die nur geschätzt werden können. Soweit dem Verfasser bekannt, geben weder liechtensteinische Banken oder Industrien eine Entwicklungshilfe, die zu Nettoauszahlungen führt. In der Schweiz wird ein großer Teil der Entwick­ lungshilfe von der Privatwirtschaft gegeben. Dieser Unterschied ist wohl auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. 37 Vgl. dazu Handbuch der Entwicklungshilfe Bd. II, und schweizerisches Bun­ desblatt 1975 Nr. 6, dies auch für die weiteren Zahlen betr. den internationa­ len Vergleich. 135
        

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