Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
6
Erscheinungsjahr:
1976
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000000078/116/
verständlich wird man die Nachbarhilfe innerhalb einer Grenzregion nicht in diesem Sinne als internationale Hilfe verstehen können. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage nach dem Unter­ schied zwischen humanitärer Hilfe und Entwicklungshilfe (Ent­ wicklungszusammenarbeit). Eine exakte Unterscheidung hat sich zwi­ schen diesen beiden Begriffen noch nicht herausgebildet. Generell kann man aber sagen, daß humanitäre Hilfe immer häufiger als direkte Hilfe zur schnellen Uberwindung akuter, außerordentlicher Notlagen und Gefahren verstanden wird; eine Hilfe, die sich beson­ ders an den einzelnen notleidenden Menschen richtet. Während dem Entwicklungshilfe eher als Hilfe zur dauernden Uberwindung von meist chronischen Notlagen und Gefahren angesehen wird; wobei sie mehr eine Hilfe zur Selbsthilfe sein soll.6 Beides ist aber eine Hilfe an bedürftige Menschen, und oft ergibt sich anschließend an eine humanitäre Hilfsaktion ein aus dieser Aktion resultierendes Entwick­ lungshilfeprojekt. Im folgenden soll nun untersucht werden, inwieweit sich Liechten­ stein im Lauf der letzten hundert Jahre an internationaler (d. h. im Ausland und für Ausländer in Liechtenstein) humanitärer Hilfe be­ teiligt hat (Kapitel II) und was der jetzige Stand und die Möglich­ keiten dieser liechtensteinischen Hilfe sind (Kapitel III). Auch wenn, wie oben gesagt, allgemein eine Unterscheidung zwi­ schen humanitärer Hilfe und Entwicklungshilfe gemacht wird, soll die Entwicklungshilfe im Rahmen dieses Artikels mitbehandelt wer­ den, da sie in Liechtenstein schwer von dieser zu trennen ist. • Siehe dazu Schweizerisches Bundesblatt, Jahrg. 1973, Bd. I, S. 873 ff. 122
        

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