Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
4
Erscheinungsjahr:
1975
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000000076/46/
kommt, daß im allgemeinen «the professional competence and in- tellectual attainments of the diplomat representing a great power are higher than those of the small power's official. This is not univer- sally true, by any means... A small power finds it difficult to staff thirty, forty or even more missions with a füll complement of trained, experienced and intellectually qualified men. Still less can it hope to maintain a complete foreign service, numbering perhaps two or three hundred or more, all of whose members are of the requisite quality.»14 Die einzige. Möglichkeit für kleinere Staaten einen gewissen Aus­ gleich zu schaffen, bildet die Konzentration ihrer außenpolitischen Aktivitäten auf jene politischen Einheiten, bei denen die Haupt­ interessen liegen. Doch dürfte es wahrscheinlich sein, daß ein Staat ein Mindestmaß an außenpolitischen Aktivitäten unterhalten muß, damit er in der internationalen Gemeinschaft ernst genommen wird. Militärische Bereitschaft: Liechtenstein hat 1868 seine Armee abgeschafft.16 Das schweizerische Verteidigungsbudget belief sich 1973 auf 799 Mio $ bei einem ge­ schätzten Sozialprodukt von 30,6 Billionen $. Die totale Mobilisierungsstärke beläuft sich auf 600 000 Mann.16 Die Europäische Gemeinschaft enthält zum heutigen Zeitpunkt noch keine sicherheitspolitischen Elemente, wenn auch aufgrund der jüng­ sten Ereignisse — vierter Nahost-Krieg — die Schaffung einer Euro­ päischen Verteidigungsgemeinschaft wieder vermehrt ins Gespräch ge­ kommen ist. Addiert man die militärische Bereitschaft der verschie­ denen Mitgliedstaaten auf17, so ergibt sich für das Jahr 1973 ein Gesamtmilitärbudget von 35 971 Millionen $ und eine Truppenstärke von etwas mehr als 2 Millionen Mann. Die Gegenüberstellung der Machtfaktoren des Fürstentums Liechten­ stein, der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft erlaubt einige konkrete Aussagen über den Bezugs­ rahmen der liechtensteinischen Europapolitik. Es dürfte naheliegen, Liechtenstein sowohl gegenüber der Schweiz wie auch gegenüber der 14 Vital D., The Inequality of States, A Study of the Small Power in Inter­ national Relations, 1. Aufl., Oxford 1967, S. 21. 15 Vgl. Seger O., Geschichte, in: Fürstentum Liechtenstein, Eine Dokumentation, Vaduz 1971, S. 16 f. 16 The Military Balance 1973—1974, International Institute for Strategie Studies, London 1973, S. 28 f. 17 ebenda S. 14 ff. 46
        

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