Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
3
Erscheinungsjahr:
1973
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000000075/61/
Wenn Vaduz und Schaan einmal umfahren werden kann, wird sich die romantische Seite dieser beiden Orte, den übrigen gleich, wieder zeigen. Für die Kunstliebhaber wird es dereinst ein unvergeßliches Erlebnis sein, die fürstliche Gemäldesammlung in ihrem vollen Um­ fang zu betrachten. Auch die vollständige Waffensammlung wird, der Öffentlichkeit zugängig gemacht, sehr viele Interessenten an­ ziehen. Früher oder später darf ein Besuch im Schloß Gutenberg oder gar im Schloß Vaduz der Öffentlichkeit nicht versagt werden. — Als kulturelles Zentrum hätten wir noch so manches zusätzlich zu bieten. Die Höhenkurorte in Liechtenstein sind weiterhin zu pflegen und auszubauen. Privatunterkünfte, Hotel- und Pensionsbetten müssen sowohl im Tal als auch im Berggebiet genügend vorhanden sein. Das Hallenschwimmbad und die Kunsteisbahn sind baldmöglichst zu ver­ wirklichen. Nicht nur Umweltschutz, sondern auch vermehrte Um­ weltvermittlung muß betrieben werden. Der Bau und die Erhaltung von Berg- und Alphütten ist ebenfalls ein staatspolitischer Auftrag. Mit der Balancierung des Arbeitskräftebedarfes in allen Bereichen, mit der Lösung der Verkehrsprobleme und mit der vermehrten In­ vestition in touristische Einrichtungen im eigenen Land wird Liech­ tenstein das Seinige zum «Auftrag Europa» beitragen können. Gesetz­ liche Vorschriften sind manchmal geradezu unumgänglich. Zu be­ rücksichtigen sei hier jedoch, daß die Erhaltung der touristischen Landschaft für den Menschen geschieht und nicht gegen ihn gesteuert ist. Schließlich wird auch ein bescheidenes Kongreßzentrum dazu ver­ helfen, die Klischeevorstellungen über Liechtenstein zu ändern. Der vermehrte Besuch der Ausländer in Liechtenstein trägt bestimmt dazu bei, die Bande zwischen den Völkern enger zu verknüpfen. Sie wer­ den dann sehen, daß wir Liechtensteiner unser Geld ebenso redlich verdienen. Die öffentliche und demokratisierte Planung darf jedoch nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg geschehen. Wir sollten immerhin auch in Zukunft die Menschenliebe als Leit­ prinzip, die Ordnung als Grundlage und den Fortschritt als Ziel im Auge behalten. 61
        

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