Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
3
Erscheinungsjahr:
1973
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000000075/60/
Berthold Konrad Geboren 1939 • Verkehrsdirektor • Vaduz, Pradafant 13. Bei Betrachtungen über die Zukunft Liechtensteins ist es unumgäng­ lich, dem Charakter des Landes und jenem des Liechtensteiners Rech­ nung zu tragen. Das weitere Bestehen des kleinen Fürstentums nehme ich als klare und undiskutable Voraussetzung an. Meine Betrachtungen möchte ich auf mein persönliches und beruf­ liches Interesse beschränken. Ich sehe in Liechtenstein zukünftig nicht nur einen hoch industria­ lisierten Staat, einen internationalen Bankplatz, das Eldorado der Briefmarkensammler, sondern auch einen Zufluchtsort für Freizeit und Erholung. Im Zeichen eines sich steten Näherrückens von Europa betrachte ich es als eine politische Aufgabe, daß der Umweltvermittlung ein be­ sonderes Augenmerk geschenkt wird. Schließlich sind in Zukunft die Alpenländer als Inbegriff für den Erholungsraum Europas anzu­ sehen. Besonders auch im Hinblick auf die Bewältigung der ver­ mehrten Freizeit und auf die weiterhin stets größer werdende Inan­ spruchnahme des Menschen sollten wir unseren Beitrag auch dies­ bezüglich an Europa leisten. Für den eigenen Bedarf ist bis heute hinsichtlich Freizeit und Erholung bereits einiges getan worden. In diesem Punkt darf man jedoch nicht egoistisch denken. Es muß danach getrachtet werden, möglichst vielen Menschen die Möglich­ keit zur Erholung zu geben. Im Rahmen der Belastbarkeit unserer Landschaft sollte unser Gebiet der Freizeit und Erholung dienen. Daß unsere Staatsform gerade auch unter Berücksichtigung der genannten Punkte anziehend wirkt, ist wohl ohne Zweifel. Zieht nicht das Andersartige stets an? Unsere Grundbeziehungen zu Wasser, Wald und Luft dürfen in keiner Weise auch in Zukunft getrübt werden. Gerade in unserem kleinen Staatsgebilde ist es wichtig, weiterhin Schutzgebiete zu erhalten, Lehr­ zimmer in der Natur zu errichten und hiermit besonders für unsere Nachkommen die Grundlage zur Naturbeziehung zu schaffen. Hat Liechtenstein bis heute außerschulisch tatsächlich alles für unsere Kinder unternommen? Liechtenstein stelle ich mir auch als ein Erholungs- und Freizeit­ zentrum für Kinder vor. Zwischen gepflegten Gartenanlagen und kleinen Wassertümpeln sehe ich Springbrunnen die Anlagen zieren und eine Kindereisenbahn dahinrattern: irgendwo ein Kindergarten oder Kinderhort auch für das Wochenende. Und wo könnte nicht ein «Kinderparadies» mit Figuren von liechtensteinischen Sagen entstehen? 60
        

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