Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
3
Erscheinungsjahr:
1973
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000000075/147/
Die Mehrheit der Wähler hat dies erkannt und befürwortet grund­ sätzlich eine Verbindung mit den Europäischen Gemeinschaften. Wie soll dieses Verhältnis jedoch aussehen? Bleibt Liechtenstein wirklich als einzige Möglichkeit der Abschluß von Anschlußverträgen an bereits ausgehandelte Abkommen? Dieses pragmatische Verhalten, das dem Kleineren unter dem Schutz des Kleinen im Verhältnis zum Großen einen gewissen Grad von Sicherheit und Stabilität verspricht, findet im Fürstentum beachtenswert viel Unterstützung. Für manchen ist der «rechtlose Kanton» Liechtenstein — auch wenn man es nicht wahrhaben will — perfekt. Man begnügt sich mit einer formalen Staatlichkeit. Der Ausguck oder Ausstieg aus dem «Rucksack» scheint weder möglich noch wünschenswert32). Diese pragmatische Grund­ haltung wird jedoch keineswegs von allen geteilt. So würden 44 % eine andere Europapolitik, eine direkte Verbindung mit den Euro­ päischen Gemeinschaften bevorzugen. Die Liechtensteiner sind sich jedoch einig, daß eine Verbindung ihres Staates mit (West-) Europa notwendig ist. Doch über das Wie scheiden sich die Geister. IV. DARSTELLUNG DER RESULTATE 1. Vorbemerkungen A. 
Zu den Fragen Zur Darstellung der Ergebnisse wollen wir nicht die gleiche Reihen­ folge wie bei der Erhebung der Umfrage zur Anwendung bringen. Während erhebungstechnische Faktoren uns bewogen, bei der Befra­ gung eine scheinbar unlogische Reihenfolge der Fragen zu wählen, können wir nun die einzelnen Fragenkomplexe geschlossen darstellen. Unter dem Untertitel «• 
Personalstruktur der Befragten» erscheinen die Antworten auf die Fragen 17 bis 21. Diese Angaben widerspiegeln nicht nur die Alters-, Wohnorts-, Zivilstands-, Berufs- und Ausbil­ dungsverhältnisse der Befragten, sondern ermöglichen auch Rück­ schlüsse auf die Zusammensetzung der liechtensteinischen Wähler­ schaft. Im zweiten Abschnitt stellen wir die Antworten auf die 
«allge­ meinen innen- und außenpolitischen Fragen» (Fragen 1 bis 3) dar. Diesen kommt in unserer Befragung eine doppelte Bedeutung zu. Sie dienten bei der Umfrage einerseits als Einführungsfragen, durch S2) Vgl. R. Allgäuer, Instrumente einer Liechtensteinischen Außenpolitik, in: Liechtenstein, Politi­ sche Schriften, Heft i, Vaduz 1972, S. 119. 148
        

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