Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
3
Erscheinungsjahr:
1973
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000000075/12/
Eine höhere Lehranstalt für Patentwesen ist wirtschaftlich motiviert, und es wäre ein liechtensteinisches Privileg, einen gezielten Bildungs­ beitrag zu leisten; zudem würde Liechtenstein zu einem 
legiti­ men Zentrum für Patent- und Lizenzgeschäfte. Eine Zusammen­ arbeit mit der im Aufbau befindlichen neu-technischen Ingenieur­ schule in Buchs wäre u. a. möglich und würde die Kosten in einen verantwortlichen Rahmen stellen. Zum Studienplan einer Patentakademie. Die Patentakademie würde Ingenieuren, in einem viersemestrigen Aufbaustudium, das fachjuristische Wissen und Können vermitteln. Berücksichtigt würden vornehmlich folgende Disziplinen: Allgemeine Rechtsgrundsätze, juristische Terminologie, Gesellschafts­ recht, Vertragsrecht, Unlauterer Wettbewerb, Urheberrecht, Marken­ schutz (Handelsmarken, Gebrauch-Muster, Modelle und Copyrights), Anmeldeformalitäten, Prioritätsrecht, Vorprüfung, Lizenzierungs­ systeme und wirtschaftliche Verwertung, Know-How-Verwertung, Wettbewerbsbeschränkungen (Monopole und Kartelle), Zivilprozeß­ recht (liechtensteinisches und ausländisches) im gewerblichen Rechts­ schutz. — Förderung des Erfindungswesens, Ausstellungen. Übungen: Herausstellen von Merkmalen — Einheitlichkeit — beur­ teilen und herausschälen der Erfindungshöhe — Schreibstil — finden und setzen eines «Terminus-technicus» - und Darstellung des Erfin­ dungsgegenstandes. Nicht berücksichtigt würden Disziplinen wie Ehe- und Erbrecht, Schuldbetreibungs-, Verkehrs- und Strafrecht usw. Die liechtensteinische Patentakademie würde im Kleinen mit etwa 20 Studenten beginnen. Im Laufe der Jahre würde sich das Patent­ zentrum Liechtenstein entfalten und die Kosten könnten, mindestens teilweise, auf Patentverwertungsgesellschaften, welche ihrerseits von der Souveränität Liechtensteins profitieren, überwälzt werden. Eine Akademie für Patentwesen brächte Liechtenstein hohes An­ sehen und würde zweifellos als Beitrag im europäischen Bildungs­ konzept gewertet. 12
        

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