Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
3
Erscheinungsjahr:
1973
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000000075/117/
zung» in leichter verständliche, emotionell weniger belastete Fragen vorzunehmen war11). Die Fragebogentechnik verlangte außerdem die Einstreuung auflockernder Fragen, deren Beantwortung nicht von primärem Interesse ist, die aber dennoch zum Teil überraschend aus­ sagekräftige Ergebnisse lieferten. Auch mußten die einzelnen zusam­ menhängenden Fragen in eine «unlogische» Reihenfolge gebracht wer­ den, um eine Beeinflussung des Befragten durch die vorangegangenen Fragen nach Möglichkeit zu vermeiden12). Um die Brauchbarkeit des Fragebogens zu überprüfen, sind 14 Testbefragungen durchgeführt und im Anschluß daran einzelne Fragen etwas umgestaltet worden13). b) 
Interviews Aus mehreren Möglichkeiten zur Durchführung der Befragung wurde das zwar zeitraubende und kostspielige aber dafür relativ sichere Verfahren der persönlichen Befragung durch Interviewer gewählt. Die Interviewer hatten den Befragten die Fragen gemäß den An­ weisungen des Fragebogens kommentarlos vorzulegen und die Ant­ worten in die entsprechenden Rubriken einzutragen. Als Interviewer wurden Maturanden des Liechtensteinischen Gymnasiums eingesetzt. Dem Vorteil, daß die Interviewer mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut waren, stand der Nachteil der aufgrund der kleinstaatlichen Verhältnisse ebenso häufigen wie unerwünschten persönlichen Be­ kanntschaft zwischen Interviewer und Befragten gegenüber. Durch den Einsatz der im Oberland wohnhaften Interviewer im Unterland und umgekehrt, konnte dieser Nachteil allerdings einigermaßen neu­ tralisiert werden. Die Befragungen begannen Mitte Oktober 1972 und dauerten etwas mehr als drei Wochen. Es handelt sich unseres Wissens um die erste derartige Erhebung in Liechtenstein. C. 
Aufbereitung der Daten Bei der Gestaltung des Fragebogens war bereits berücksichtigt wor­ den, daß im Anschluß an die Umfrage eine Übertragung auf Loch­ karten erfolgen sollte. Aus diesem Grunde suchte man, zuviele offene Fragen, d. h. Fragen, bei welchen die Richtung der Antwort vom Befragten selbst bestimmt werden kann, zu vermeiden14). Die da­ durch bedingte Notwendigkeit einer nachfolgenden Klassierung der lI) Vgl. die Vorbemerkungen zur Darstellung der Resultate unter IV. i. ,!) Vgl. z.B. Noelle, S. 80 ff. 1S) Vgl. den Text des Originalfragebogens unter II. H) Offen sind die Fragen i und 9, teilweise offen die Fragen 7 und 14. 118
        

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